"Varianten der Selbstversorgung".
Die Gartensiedlung.
Allgemeines:
Die Gartensiedlung von Heinrich Frantzen
Eine andere Variante eines solchen Kleinsthofes wurde 1937 in der Gartensiedlung von Heinrich Frantzen im Kölner Raum erprobt. Diese Form des Kleinsthofs wurde auf einer noch kleineren Fläche, nämlich 5 preußischen Morgen, realisiert. Der Hof kam ganz ohne Tiere und tierischen Dung aus. Großer Wert wurde auf den Obstbau und den Anbau von Beeren gelegt. Die Obstbäume wurden mit Pflanzenkompost und dem Inhalt zweier Abwasserbehälter gedüngt, die Felder mit Leguminosen wie Lupinen, Wicken, Ackerbohnen usw. Das reichte aus, um genügend pflanzliche Nahrung, mehr als sie eine solche Fläche sonst erbrachte, zu produzieren. Frantzen zeigte deutlich: «Man kann absolut ohne Vieh- und Tierdünger wirtschaften und ausreichende Erträge erzielen. Man kann sich ausreichend nur von Vegetabilien ernähren. Zwischen der Form der tierlosen Wirtschaft mit ausschließlich vegetarischer Nahrung und der viehübersetzten Wirtschaft mit überhöhter animalischer Ernährung sind alle Variationen möglich.
Gärtnerhof
Allgemeines:
Der Gärtnerhof
Bereits zu Anfang des letzten Jahrhunderts gab es z. B. in der deutschen Jugendbewegung eine Fülle von Siedlungsbestrebungen der verschiedensten Richtungen. So entwickelte der Gartenarchitekt Max Karl Schwarz aus Worpswede bei Bremen die Idee des Gärtnerhofs, in dem auf einer Bodenfläche von 2,5 ha mit 4–5 Arbeitskräften genügend Gemüse für etwa 100 Menschen erwirtschaftet wurde und 8 Menschen sich vollständig versorgen konnten.
Der Kleinsthof
Allgemeines:
2. Der Kleinsthofplan von Heinrich Jebens
Auch der Landwirt Heinrich Jebens stellte nach dem Zweiten Weltkrieg dem Elend dieser Zeit seinen Kleinsthofplan entgegen. Seine Gedanken sind heute wieder von ¬größter Aktualität. Der Kleinsthofplan, dem Jebens den Untertitel «Gedanken zum Volksneubau» gab, stellt eine Nebenerwerbssiedlung vor, die eine Größe von etwa 1,5 ha haben soll. Dort sollten 2 Kühe, 3 Schweine und 12 Hühner gehalten werden. Die Futtermittel für die Tiere und die Nahrung für die Menschen konnten auf dieser Fläche angebaut werden: Frühkartoffeln, Futterkartoffeln, Mais, Rüben, alle Arten von Gemüse ermöglichten dies. Rund ums Haus gaben Obstbäume reichlich Obst. Von den 20 Litern Milch, die die Kühe damals lieferten, wurde unter anderem Magermilch für die Schweine gewonnen. Diese Form der Landarbeit im Nebenerwerb wurde jahrelang erprobt. Sie stellte die im Vergleich rentabelste landwirtschaftliche Betriebsform dar und war als Weide Hof am einfachsten nebenerwerblich zu bewirtschaften. Im Winter hatte eine Person nur je eine Stunde morgens und abends auf dem Hof zu tun, im Sommerhalbjahr wurde durchschnittlich der halbe Tag beansprucht.
Heinrich Jebens hatte mit diesem Kleinsthofmodell in der Nachkriegszeit einen neuen Volksaufbau in Deutschland im Auge. (S. 19) Es kam ihm nicht nur auf die unmittelbare Stillung des Hungers in dieser Notzeit an, sondern auf den gemeinsamen Aufbau stabiler Verhältnisse dadurch, dass eine möglichst große Anzahl Menschen ein bescheidenes Stück Land nutzen konnte. Jebens schreibt dazu: «Verbinden wir daher Bauer und Arbeiter zum nebenberuflichen krisenfesten ‹Menschentyp›, wie wir ihn nötig haben, um mit dem Atomzeitalter fertig zu werden.» (S. 20) Sein Bestreben war es deshalb, im Lauf von 5 Jahren 5 Millionen Kleinsthöfe aufzubauen. (S. 19) Leider konnten die Behörden für diesen Plan nicht gewonnen werden. Sein Gelingen hätte in der Nachkriegszeit Millionen Menschen Nahrung, Arbeit und neue Hoffnung bringen, die darnieder liegende Wirtschaft beleben und die Wohnungsnot beseitigen können. Immerhin konnten auf seine Initiative hin bis 1953 im deutschen Bundesland Baden-Württemberg 169 Kleinsthöfe entstehen
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http://selbstversorger.meine-hp.net/varianten_der_selbstversorgung_93940944.html
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Donnerstag, 31. März 2011
Varianten der Selbstversorgung
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